Gründe für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz
Rauchen zählt zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland und kann Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und chronische Bronchitis verursachen. Bundesweit sterben im Jahr rund 140.000 Menschen an Erkrankungen, die auf das Rauchen zurückzuführen sind. Jährlich sterben etwa 2.100 Menschen in Rheinland-Pfalz an bösartigen Neubildungen in der Luftröhre, den Bronchien und der Lunge, die zu 80 bis 90 Prozent durch das Rauchen verursacht werden.
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass nicht nur das aktive Rauchen gefährlich ist. Vielmehr tragen auch nichtrauchende Menschen, die Tabakrauch ausgesetzt sind, ein Risiko. Die Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg, "Passivrauchen - ein unterschätztes Gesundheitsrisiko" aus dem Jahr 2005 stellt fest, dass jährlich in Deutschland rund 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben. Übertragen auf Rheinland-Pfalz sind das 165 Todesfälle, die vermieden werden könnten.
Nichtraucherschutz ist keine Frage der Geruchsbelästigung, sondern des Gesundheitsschutzes und damit ein besonderes Anliegen der rheinland-pfälzischen Landespolitik. Besonders wichtig ist, dass auch Familien und Menschen, die an chronischen Atemwegserkrankungen leiden, durch den Schutz vor Passivrauchbelastungen ein größeres Maß an gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht wird. Besonders in Lebensbereichen, in denen sich Kinder vorwiegend aufhalten, muss deutlich werden, dass Rauchen nicht zur Normalität des Alltags gehören sollte.
Neben den Informationen zum gesetzlichen Nichtraucherschutz wollen wir Ihnen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner nennen und weiterführende Angebote der Raucherentwöhnung und der Prävention aufzeigen.